{"id":1107,"date":"2013-12-10T17:02:33","date_gmt":"2013-12-10T16:02:33","guid":{"rendered":"http:\/\/www.michlmichl.ch\/?p=1107"},"modified":"2014-02-13T10:52:26","modified_gmt":"2014-02-13T07:52:26","slug":"dar-es-salaam","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.michlmichl.ch\/?p=1107","title":{"rendered":"dar es salaam #10"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">dar es salaam begr\u00fcsst mich mit stau, staub und gestank. zwei verkehrspolizisten versuchen, den morgenverkehr in den griff zu bekommen. die zweierkolonne, in der ich im taxi an zirka 20. stelle stehe, lassen die beiden erst mal stehen. querverkehr von rechts, dann von links, dann linksabbieger, dann rechtsabbieger, dann das ganze von vorne &#8211; nur uns, die wir doch immerhin auf der strasse, die nach dem einstigen pr\u00e4sidenten tansania&#8217;s, julius k.nyerere, benannt ist, daherkommen, beachten die beiden weiss uniformierten schwarzen polizisten nicht. man, also wir, steht 10 minuten, bei der zweiten kreuzung 20 minuten. links und rechts ziehen junge m\u00e4nner an der kolonne vorbei und versuchen zigaretten, feuerzeuge, staubt\u00fccher, handt\u00fccher, cleenext\u00fccher, hosengurte und gummischlangen loszuwerden. die luft steht bei realen 26\u00b0 und gef\u00fchlten 150% feuchtigkeit, dabei ist es doch erst 9 uhr morgens. ab und an zieht eine wolke \u00fcber uns vorbei, zum gl\u00fcck.<br \/> \u00a0<br \/> bei der einreise wurden mir erst mal 50 US$ in bar f\u00fcr das visum abgedr\u00fcckt. dann wurden in aller selbstverst\u00e4ndlichkeit fingerabdr\u00fccke genommen, ein vorgehen, das in europa oder zumindest in der schweiz wegen der pers\u00f6nlichkeitsrechte in 100 jahren noch nicht eingef\u00fchrt sein wird, obwohl es doch gar keine so schlechte idee ist. dann werden 30 $ f\u00fcr das taxi f\u00e4llig, wenn ich dar\u00fcber diskutieren wolle, soll ich gleich ins b\u00fcro der taxigesellschaft gehen, dies sei eben der tarif, sagt mein chauffeur, der sich als \u00abradio\u00bb vorstellt, einen ausweis mit foto um den hals tr\u00e4gt und ein weisses hemd. fragw\u00fcrdige taxichauffeure mit noch fragw\u00fcrdigeren taxi&#8217;s aber daf\u00fcr verhandelbaren preisen &#8211; fehlanzeige. seit meiner letzten ankunft hier in dieser stadt, die ihren namen (\u00abhafen des frieden&#8217;s\u00bb) mitte des 19. jahrhundert&#8217;s vom damaligen sultan von sansibar erhielt, scheint sich hier ja einiges getan zu haben.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/www.michlmichl.ch\/wp-content\/uploads\/2013\/12\/10_DSC_2883_block5.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-1121\" style=\"border: 3px solid black; margin-top: 6px; margin-bottom: 6px;\" title=\"10_DSC_2883_block\" src=\"http:\/\/www.michlmichl.ch\/wp-content\/uploads\/2013\/12\/10_DSC_2883_block5.jpg\" alt=\"\" width=\"800\" height=\"536\" srcset=\"https:\/\/www.michlmichl.ch\/wp-content\/uploads\/2013\/12\/10_DSC_2883_block5.jpg 800w, https:\/\/www.michlmichl.ch\/wp-content\/uploads\/2013\/12\/10_DSC_2883_block5-300x201.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><\/a><em>Dienstag, 10. Dezember, Dar es Salaam (vergleiche Beitrag #8)<\/em><br \/> \u00a0<br \/> w\u00e4hrend ein paar tausend kilometer s\u00fcdlich nelson mandela&#8217;s abdankung zelebriert wird, ein paar tausend kilomter westlich frankreich seine intervention in zentralafrika organisiert und ein paar tausend kilometer n\u00f6rdlich meine liebe facebookfreundin barbara ihrem kenianischen lokalpolitiker peter in die arme f\u00e4llt, treibt mich der hunger, der in dieser durchflogenen nacht ohne schlaf zu recht aussergew\u00f6hnlichen zeiten zwar gestillt, aber nicht wirklich befriedigt wurde, zum hafen runter. hier lungern immer noch die redegewandten schlepper rum, die einem f\u00e4hrenticket&#8217;s nach sansibar, eine safari, oder, wenn man schon alles hat, auch mal nur den transfer zum fluhafen organisieren wollen. aha, also doch alles beim alten.<br \/> \u00a0<br \/> ich mache einen der gr\u00f6ssten fehler, den man als ank\u00f6mmling in afrika machen kann: ich setze mich in eines dieser f\u00fcrcherlich versifften restaurants am f\u00fcrchterlich verschmutzen strand. \u00abwelcome\u00bb sagen da die jungs, von denen man annimmt, dass sie einem schon wieder irgendwas grade nicht ben\u00f6tigtes verkaufen wollen, aber dann doch abziehen nach einem erwidernden l\u00e4cheln, nichts sagen da die girls, die einem jeden esswunsch von den augen ablesen, oder jedenfalls fast jeden. mir jedenfalls serviert das f\u00fcr mich zust\u00e4ndige girl den bestellten fisch mit reis auf porzellantellern und mit einem beigelegten l\u00f6ffel. anderen, einheimischen g\u00e4sten stellt die die selbe bestellung auf einem metallteller ohne irgendwelches besteck hin. aber beiden, weissen und schwarzen, werden erst mal die h\u00e4nde gewaschen. das gibt vertrauen und hoffnung, dass der \u00abfehler\u00bb, den europ\u00e4ischen magen ohne umschweife und akklimatisation vor vollendete tatsachen zu stellen, nicht morgen mit einer geh\u00f6rigen diarrh\u00f6 bestraft wird.<br \/> \u00a0<br \/> morgen, \u00fcbrigens, muss ich dar es salaam, den hafen des frieden&#8217;s und der freundlichen menschen, flugplanm\u00e4ssig schon um halb sieben verlassen. das bedeutet, dass ich um vier uhr meinen hintern aus dem bett kriegen muss.<\/p>\n<div id=\"fb-root\" style=\"text-align: justify;\">\u00a0<\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\"><script type=\"text\/javascript\">\/\/ <![CDATA[\n(function(d, s, id) {   var js, fjs = d.getElementsByTagName(s)[0];   if (d.getElementById(id)) return;   js = d.createElement(s); js.id = id;   js.src = \"\/\/connect.facebook.net\/de_DE\/all.js#xfbml=1\";   fjs.parentNode.insertBefore(js, fjs); }(document, 'script', 'facebook-jssdk'));\n\/\/ ]]><\/script><\/p>\n<div class=\"fb-like\" style=\"text-align: justify;\" data-href=\"http:\/\/www.michlmichl.ch\" data-send=\"true\" data-layout=\"button_count\" data-width=\"450\" data-show-faces=\"true\">\u00a0<\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00a0<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>dar es salaam begr\u00fcsst mich mit stau, staub und gestank. zwei verkehrspolizisten versuchen, den morgenverkehr in den griff zu bekommen. die zweierkolonne, in der ich im taxi an zirka 20. stelle stehe, lassen die beiden erst mal stehen. querverkehr von rechts, dann von links, dann linksabbieger, dann rechtsabbieger, dann das ganze von vorne &#8211; nur [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[7],"tags":[],"class_list":["post-1107","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-liemba"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.michlmichl.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1107","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.michlmichl.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.michlmichl.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.michlmichl.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.michlmichl.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=1107"}],"version-history":[{"count":31,"href":"https:\/\/www.michlmichl.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1107\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":2011,"href":"https:\/\/www.michlmichl.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1107\/revisions\/2011"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.michlmichl.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=1107"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.michlmichl.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=1107"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.michlmichl.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=1107"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}