{"id":4099,"date":"2016-08-02T17:47:50","date_gmt":"2016-08-02T15:47:50","guid":{"rendered":"http:\/\/www.michlmichl.ch\/?p=4099"},"modified":"2016-08-05T22:29:25","modified_gmt":"2016-08-05T20:29:25","slug":"fremd-rede-zum-1-august-2016","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.michlmichl.ch\/?p=4099","title":{"rendered":"Fremd"},"content":{"rendered":"<h2 style=\"text-align: center;\"><span style=\"color: #800000;\">Rede zum 1. August 2016 in Degersheim<\/span><\/h2>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/www.michlmichl.ch\/wp-content\/uploads\/2016\/08\/michl_HUG_6621_hughoch.jpg\" target=\"_blank\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-4157 alignright\" style=\"border: 1px solid black; margin-left: 24px;\" title=\"michl_HUG_6621_hughoch\" src=\"http:\/\/www.michlmichl.ch\/wp-content\/uploads\/2016\/08\/michl_HUG_6621_hughoch.jpg\" alt=\"\" width=\"240\" height=\"2000\" \/><\/a>W\u00e4mmer z&#8217;Ttiflis, d\u00e4 Hauptstadt vo Georgie znacht am elfi usem Flughafe usechunnt, simmer zersch mol rootlos.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Georgie isch e chliis Land, chli gr\u00f6sser als d&#8217;Schwizz, aber nor d&#8217;H\u00e4lfti Iiwohner. Georgie h\u00e4tt aber en eigni Sprooch und sogar en aigni Schrift (Plakat1):<\/p>\n<h1 style=\"text-align: center;\" lang=\"ka-GE\"><strong><span style=\"font-size: x-large; color: #800000;\">\u10e2\u10d0\u10e5\u10e1\u10d8\u10e1<\/span><\/strong><\/h1>\n<p style=\"text-align: justify;\">E Schrift, wo n\u00f6d ann\u00e4hernd usxseht wie irgend e Schrift, wo \u00fc\u00fcs bekannt isch, wo \u00fcberhaupt kai Interpretatione zueloht. E sch\u00f6ni Schrift, aber \u00e4b\u00e4, als Tourist schtoosch zimli am Berg wennt us de Bezeichnige uf de Strasseschilder oder us de Reklame a de Gsch\u00e4ftsh\u00fcser aifach n\u00f6d druss chunnsch, und no schlimmer: wenn d&#8217;Menucharte n\u00f6d im Gringschte verschtoosch. Zwor kennt Georgie au no e Zweitsprooch, n\u00e4mlech Russisch, und villes isch au no uf Russisch aagschrebe. Aber \u00e4b\u00e4. Mer Tourischtinne und Tourischte, mer Schwizzer und Schwizzerinne v\u00e4scht\u00f6nd im Normalfall au n\u00f6d Russisch, no ch\u00f6mmer mit de russische Schrift \u00f6ppis aafange.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wemmer z&#8217;Helsinki uf de Schtadtbesichtigung zmittag am zw\u00f6lfi pl\u00f6tzlich Hunger hend und dringend \u00f6ppis z&#8217;Bisse m\u00f6nd ha, denn ch\u00f6mmer denn au n\u00f6d em Gwohnte vertraue. Es ch\u00f6nnt scho sii, dass mer voreme Huus zue verhungeret, obwohl da druff stoht (Plakat2):<\/p>\n<h3 style=\"text-align: center;\"><span style=\"color: #800000;\">ravintola<\/span><\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">Und nomol e Biispill, wommer n\u00f6d w\u00f6sset wie wiiter, obwohl mindestens 50% vo de Situation enad klar isch: (Plakat3):<\/p>\n<h3 style=\"text-align: center;\"><span style=\"color: #800000;\">M | V<\/span><\/h3>\n<p style=\"text-align: justify;\">Und drum xsehmer zimli alt us z&#8217;Tiflis am Flughafe, z&#8217;Helsinki i de Fuessg\u00e4ngerzone oder z&#8217;Litaue vorem \u00f6ffentliche WC.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es iisch villes fremd im Ossland. Es isch sehr vill me fremd, als mer gmaint hend, bevor mer gange sind. Mer alli w\u00f6sset, das \u00fcses D\u00fctsch usserhalb vo de Schwizz, vo D\u00fctschland oder \u00d6schterriich scho gli n\u00fct me gilt. Mer h\u00e4nd leider n\u00f6d s&#8217;Selbschtvertraue vo den&#8217;Amerikaner, wo globet, aifach \u00fcberall d\u00f6rezcho, die wo n\u00f6d im gringschte dra denket, dass amene anderen&#8217;Ort andersch gred weert. Klar, sie ch\u00f6med immer d\u00f6re, well zuf\u00e4lligerwiis weert a villne n&#8217;Orte au Englisch gret. Aber mer weered chromm aaglueget, wemmer versueched, \u00fcs uuszdrucke mit D\u00fctsch oder wemmer die aifachschte Begriff versueched z&#8217;entziffere. Das Problem mit dem litauische WC gitz n\u00e4mli z&#8217;Tiflis au. Und da isch jo denn no s&#8217;chliinscht Problem.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">D&#8217;Sprooch und d&#8217;Schrift sind \u00fcs fremd im Ossland. Aber eigetli sind jo meer fremd im Ossland, n\u00f6d s&#8217;Ossland isch fremd. Meer sind die Fremde, und di andere sind di Iihaimische. Meer w\u00f6sset da und passed \u00fc\u00fcs aa so guetz halt goot. Meer lerned gezwungenermasse d&#8217;Sprooch oder Teil vo de Sprooch, mer lernet onder Omscht\u00e4nde au d&#8217;Schrift und schtelled denn i villne F\u00e4ll fescht, dasses vill \u00dcbereinstimmige git. Es macht mengmol sogar Schpaass, die fremde Buechst\u00e4be z&#8217;lerne, denket nur a s&#8217;Griechisch. Da Alphabet h\u00e4tt doch fascht jedi und jede i de Schule glernt. Und au bem Russisch lached mer, wemmer versuched, e Wort so uus&#8217;zschpreche wies gschrebe isch, und falled denn druf ine, wenn gw\u00f6ssi Buechstabe \u00e4hnlech geschrebe sind wie \u00fcsi aber ganz andersch uusgschproche weered.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Fremd. Wie gothz \u00e4cht dene, wo bi \u00fcs fremd sind? I globe, de Tourischte goohtz n\u00f6d schlecht. Die nehmed sich en F\u00fcerer oder e F\u00fcereri und s&#8217;Problem isch gl\u00f6st. Und meh und meh bem\u00fced jo au mer Schwizzer und Schwizzerin \u00fcs, mindeschtens e bitzli Englisch z&#8217;lerne, wemmer doch scho mit em Franz\u00f6sisch so M\u00fche hend. Mer bem\u00fced \u00fcs, dass \u00fcses Land de Fremde n\u00f6d allzu fremd voorchunnt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Aber wa isch mit dene, wo ch\u00f6med oder m\u00fcend cho, us L\u00e4nder wo ganz anderi Schriftzeiche und Sprooche hend? Die xsehnd am Flughafe, am Grenzbahnhof oder a de gr\u00fcene Grenze au zimli alt uus. N\u00f6d s&#8217;Aifachscht ch\u00f6nntz lese, n\u00f6d s&#8217;Aifachscht s\u00e4ge. Sie chratzed sich am Chopf und hadered mit sich, d\u00f6r weli T\u00f6r s&#8217;\u00e4cht m\u00f6nd goo wenn&#8217;s mol dringend m\u00fcend. Die Art von Reisende nemet sich denn halt au en F\u00fcerer oder e F\u00fcereri. Nor saitmer demm denn n\u00f6d so und s&#8217;choscht au vill meh.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die meischte Fremde a \u00fcsere Grenze sind aapassigsf\u00e4hig, so wie au meer \u00fcs ch\u00f6nd aapasse. Wie xsait, mer lerned d&#8217;Schprooch, d&#8217;Sitte und d&#8217;Gepflogeheite vom Land, wommer aneg\u00f6nd. Dasch jo s&#8217;Mindscht wommer ch\u00f6nd, jo m\u00f6nd mache. Mer lernedt bi \u00fc\u00fcs im aigne Land aber au vill fremds. Mengmol w\u00f6mmer&#8217;s lerne, aber meischtens merkemers gar n\u00f6d, dassmer grad \u00f6ppis fremds glernt hend.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Da fangt jo scho i de Schule a. Usgrechnet im D\u00fctsch lerned mehr fascht meh fremdi W\u00f6rter als d\u00fctschi: De Dativ, de Akkusativ, de Konkunktiv, de Imperativ, de Pr\u00e4servativ &#8211; ups, da w\u00e4r denn en anders Fach.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die wo Germanistik &#8211; d&#8217;Lehre vo de t\u00fctsche Schprooch wert mitemene Fremdwort bezeichnet &#8211; schtudiered, jo die lernet die ganz Zitt nor Fremdwort: Semantik, Synonym, Synopsis, Literatur, Romanistik, Belletristik, Pr\u00e4ambel, Prolog, Epilog, Nekrolog undsowiiter<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die wo Medizin schtudiered lerned en Huufe \u00fcber de Thorax, \u00fcber de Abdomen, \u00fcber d&#8217;Chondrokalzinose, \u00fcber Vasektomie, \u00fcber Diabetes, \u00fcber sediere und an\u00e4sthesiere, \u00fcber k\u00fcnschtlichs Koma und \u00fcbers Uvula\u00f6dem &#8211; kai sch\u00f6ni Sach im Fall, betrifft oft die wo schnarchlet. Jo d&#8217;Mediziner, d&#8217;Urulogen, d&#8217;Geriatriker, d&#8217;Chirurge, d&#8217;Orthop\u00e4de ch\u00f6nntet sich da ganz Tag unterhalte und mer verscht\u00f6nd kai Wort. \u00c4 fremdi Schprooch, fremdi Wort. \u00abMedizinische Praxisassistentin\u00bb, dr\u00fc Fremtw\u00f6rter i aim Bruef.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Und denn de Sanit\u00e4tmonteur, de Mechatroniker, de Mediamatiker, de Automatiker. Alles typische und beliebti Schwiizzer Br\u00fcef, aber alli mit Fremdwort bezeichnet. Und v\u00f6r de Elektromonteur, de Schtromer, chunntz denn im vierte Lehrjohr no ganz dick: Synchronmaschine, Phaseverschiebig, Induktion, Reaktanz, Impedanz, Sinus, Co-sinus, Co-Tangens, Rekuperation &#8211; machetz am Gotthard obe imfall &#8211; Motor, Generator, Transformator &#8211; alles fremdi Bezeichnige<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Fremdw\u00f6rter also \u00fcberall: Im Schpitol, bem Tokter, uf de Bauschtell, Fremdw\u00f6rter wo kein normale Mensch verstooht, Diarrhoe, Gonorhoe, Obstipation, Inkontinenz, Meningitis, Gastritis. I de Wisseschaft, do ersch recht Fremdw\u00f6rter, Zenith, Zodiak, \u00c4quator, Deklination, Ekliptik, Logarhythmus, Algebra, Trigonometrie, Plasphemie &#8211; ups, gh\u00f6rt uf en anderi Bauschtell, d\u00f6t wommer vo Liturgie und Eucharistie oder Kommunion und Exkommunion redt. Jo sogar f\u00f6rs s&#8217;fremdgooh gittz e Fremdwort, es heisst Genetisches Shopping, gilt nur v\u00f6r d&#8217;Fraue, well d&#8217;Manne g\u00f6nd jo n\u00f6d fremd. Def\u00f6r gittz v\u00f6r beidi Gschlechter, ganz im Sinn vo de Genderproblematik, e Wort v\u00f6r \u00f6ftere wechselnde Sexualbeziehungen, es heisst Promiskuit\u00e4t.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Mehr Schwizzer und Schwizzerinne &#8211; ehr xsehnd, ich betone au s&#8217;wiiblich Gschlecht, au da h\u00e4tt inzw\u00f6sche e Fremdwort \u00f6bercho: es heisst, wi gad xseh: Genderproblematik &#8211; mehr Schwizzer und Schwizzerinne weehred die ganz Zitt gimpft und \u00fcbergosse und indoktriniert mit fremde Wort. Und zwor masseiiwanderigshaft.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Vill vo dene W\u00f6rter w\u00e4hlet mer freiwillig, wemmer \u00fcs gepflegt oder ganz gschiid w\u00f6nd uusdrucke, zom Biispill bem Small Talk &#8211; au da isch e Fremdwort &#8211; oder ebe jetzt woni daar en Erschtaugustred rede. Aber no vill meh fremdi Wort weeret \u00fc\u00fcs regelrecht ufdruckt, uufzwunge, oktroyiert und das scho sitt Johre, jo Johrhunderte. Die meischte fremde Wort ch\u00f6med usem alte Griecheland, us \u00c4gypte oder us Rom, aber au us Ungarn, zom Bischpill Kutsche oder Gulasch, oder usem Sanskrit: Guru, Nirwana, oder g\u00e4\u00e4r us Gr\u00f6nland, wo s&#8217;Huus Iglu heisst. De antiki Schproochschatz h\u00e4tt sich l\u00e4ngscht ersch\u00f6pft, und trotzdem giired \u00fcsi Gsellschaft immer noch no neuere W\u00f6rter, vorzugswiis \u00e4b\u00e4 fremde W\u00f6rter. Jetzt allt\u00e4glichi W\u00f6rter sind erscht i de letschte z\u00e4h Johr allt\u00e4glich worde. Mitem Handy chammer maile, poste, twittere, chatte, skaipe und blogge, und am End chammer sogar no telephoniere, au da e Fremd Wort, aber scho elter. Cooli Sach.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Fremdi Wort \u00fcberall. Au dehai. Computer. Induktionsherd. Sideboard. I de Politik: Parlament. Demokratie. Initiative. I de Wirtschaft: Inflation, Rezession, Zession, Profit, Konkurs und de Boss heisst n\u00fcme Boss, sondern CEO. Alles fremdi Wort. Mer hends aagnooh, adaptiert, au well fremdi Wort halt meischtens i aim Wort ch\u00f6nd uusdrocke, wommer mit d\u00fc\u00fctsche Wort ganz S\u00e4tz def\u00f6r bruucht. Drum sind si \u00fcs au lieb worde und mer verl\u00fc\u00fcred bem Rede oder Schriibe kain Gedanke dra, dass es ebe aigentli fremdi Wort sind. Anderi wiederum nemmetmer nor widerwillig a, w\u00f6retz lieber weglooh, aber s&#8217;ghooht n\u00f6d, si ch\u00f6med glich, sie misched sich glich i \u00fcsen Schproogebruuch, und zwor mit aller Gwalt:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Asylant, Minarett, Burka, Tschador, Jihad, Imam, Hamam, Allah, Attentat, Terror, Immigrant, renitent &#8211; heiligs Verdiene, wie hemmer da verdient. Usegheie, zuemache, zroggschigge, abschiebe, abschotte &#8211; jo au v\u00f6r da gitz e fremds Wort. Es heisst Isolation. D&#8217;Schwizz de Schwizzer- und Schwizzerine. En \u00e4\u00e4hnliche Begriff heisst Protektionismus. Essemer Ch\u00f6l und Kabis und R\u00fcebli &#8211; d&#8217;Ananas, d&#8217;Banane, d&#8217;Khaki und s&#8217;kanadisch Pferdefleisch cha dossebliibe. Vo dosse nemmermer nor da wammer w\u00f6nd, mer picked d&#8217;Rosine, mer w\u00f6nd nor de Disl und s&#8217;Benzin und en Computer und s&#8217;Handy. Und e Houmpeitsch. Und chinesische Bsetzistei. Und die gschiide L\u00fc\u00fct und die t\u00fc\u00fcre Banker. Und s&#8217;Auto. Isch tenk klar. Und de Riis. Und d&#8217;H\u00e4rd\u00f6pfl v\u00f6r d&#8217;Pommschips. Jo und d&#8217;Schoggi. Und de Kafi. Und Kokain! Ups &#8211; anderi Baustell.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Und im \u00fcbrige blibet mer do. Mer h\u00e4nds jo so sch\u00f6. Schmiered \u00fc\u00fcs mit Sonnegrem ii und sind protectet. Me g\u00f6nd nono use wemmer m\u00f6nd und Ferie m\u00f6nds aim ghe. Aber s\u00f6ss bsueched mer die Fremde n\u00fcme und schicked au kein Truppe, selbst em Fride zlieb n\u00f6d. Mer h\u00e4nd jo immer nor uf de Sack \u00fcbercho, d\u00f6t z&#8217;Marignano und s&#8217;andermol z&#8217;Bibracte. Jo Bibracte, genau, die Schlacht bei Bibracte, 58 vor Christus &#8211; Gschicht i de f\u00f6fte Klass. D&#8217;Schwizzer und Schwizzerinnen, wo doo no Helvetier und Helvetierinnen gheisse hend, sind hai gschickt worde, mit Schimpf und Schand und emene Huufe Bluet, vom Feldherr und r\u00f6mische Proconsul Gaius Julius C\u00e4sar himself. Was v\u00f6ren Ehr, immerhin. Verpr\u00fcglet und haigschickt worde, und das isch gute so, soss g\u00e4bs \u00fcs n\u00e4mlich gar n\u00f6d und mer w\u00e4red Franzose und Franz\u00f6sinne, Gallier und Gallierinne und hettet h\u00fct n\u00fct z&#8217;fiire.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">I verzell kain saich, imfall, isch alles wohr und ufgschrebe worde, vom erschte sogenannte embedded Journalist, vom erschte iibettete Prichterstatter, em Sekret\u00e4r vom Julius n\u00e4mlech. Die Prichterstattig chame noolese, i betone: chame, Latiiner i de Kanti m\u00fcends, und m\u00f6se isch n\u00f6d \u00fcbertribe, es sind n\u00e4mli z\u00e4h B\u00e4nd. De bello gallico. Vom gallischen Krieg. De Autor isch en Kolleg vo meer.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Fremde. Worte. kommen. \u00fcber. uns. \u00dcberfremdig. \u00abWottschmi produziere?\u00bb fr\u00f6gt der aint. \u00abNei, Fremdw\u00f6rter sind n\u00f6d miis R\u00f6scho!\u00bb sait der ander. Da chas ebe aug ghe: me weiss n\u00f6d wammer sait. Me redt en Saich. Mit Fremde &#8211; W\u00f6rter umghoo haisst: sich demit besch\u00e4ftige. Me s\u00f6tt scho chli w\u00f6sse, mittwemmers z&#8217;tue het. Vo wammer redt. Mit wemmer redt. N\u00f6d Prokrastination s\u00e4ge wemmer Kastration maint. Oder umgekehrt. Kastration isch e chorzes, wennau schmerzhafts Liide. Prokrastination isch \u00e4 unschmerzhafts, langs schwers, fascht unheilbars Leide. I liide dronder. Da heisst, i liide eigetli n\u00f6d, i has aifach. Dasch chli bezeichnend a de Prokrastination, meh f\u00fchlt sich n\u00f6d chrank debii. De Verchersverein h\u00e4tt h\u00fc\u00fcr au a Prokrastination glette. Er h\u00e4tt d&#8217;Suech nocheme eloquente Redner v\u00f6r de 1. Auguscht so lang ufgschobe, biser halt nono en mittelm\u00e4ssig talentierte C-Promi gfonde hett zom do ufeschtohh. Er h\u00e4tt prokrastiniert. Und i ha ebeso prokrastiniert und die Red do erscht h\u00fctt Nomittag gschrebe.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Jetz m\u00f6mmer aber zom Schluss cho und verschidene R\u00e4tsel ufl\u00f6\u00f6se.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Erschtens: Prokrastination heisst, gepflegt uusdrockt: Erledigungsblockade. I de Umgangsschprooch uusdrockt heissts eifach Ufschieberei. Was du heut nicht willst besorgen, das verschieb getrost auf morgen. Dasch Prokrastination. D&#8217;Chrankekasse zallts n\u00f6d.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zweitens:<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><span style=\"color: #800000;\"><span style=\"font-size: large;\">M | V<\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Zaiche do finntmer uf de litauische WC-T\u00f6re. Aber obacht: Mit Awendig vo Blochersche Logik \u00abVroue und Mane\u00bb laufts denn schief. \u00abM\u00bb stoot v\u00f6r Moteru, also Frau, und \u00abV\u00bb stoot f\u00f6r Viru, de Maa.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><span style=\"color: #800000;\"><span style=\"font-size: large;\">ravintola<\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Und d\u00e4\u00e4 Schriftzug xsehnd er a dem Huus, vor demm ehr z&#8217;Helsinki fascht verhungeret w\u00e4\u00e4red, es heisst \u00abRestaurant\u00bb uf Finnisch.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><span style=\"color: #800000;\"><span style=\"font-size: large;\"><strong>\u10e2\u10d0\u10e5\u10e1\u10d8\u10e1<\/strong><\/span><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Und bi dem Wort wunderets mi n\u00f6d, dassers n\u00f6d hend ch\u00f6ne l\u00e4s\u00e4, es isch n\u00e4mli v\u00e4cheehrt: S&#8216; heisst Taxi. Wenner jetzt also demn\u00e4chst mol z&#8217;Tiflis usem Flughafe usech\u00f6med, denn lueged uf d&#8217;Auto wo so aagschrebe sind. Denn sind schomol en grosse Schritt wiiter i de Fremdi.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Und jetzt wommer d&#8217;Laudatio &#8211; Achtung Fremdwort! &#8211; gh\u00f6rt und de Apero &#8211; au e Fremdwort! &#8211; gha hend, g\u00f6mmer zu de Hymne &#8211; scho wider e Fremdwort! &#8211; \u00f6bere.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Aber vorsicht, i \u00fcsere Hymne h\u00e4ttz kai Fremdw\u00f6rter!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Liebs Publikum &#8211; hoppla, scho wider &#8211; Tanke villmol.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Rede zum 1. August 2016 in Degersheim W\u00e4mmer z&#8217;Ttiflis, d\u00e4 Hauptstadt vo Georgie znacht am elfi usem Flughafe usechunnt, simmer zersch mol rootlos. Georgie isch e chliis Land, chli gr\u00f6sser als d&#8217;Schwizz, aber nor d&#8217;H\u00e4lfti Iiwohner. Georgie h\u00e4tt aber en eigni Sprooch und sogar en aigni Schrift (Plakat1): \u10e2\u10d0\u10e5\u10e1\u10d8\u10e1 E Schrift, wo n\u00f6d ann\u00e4hernd usxseht [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[5],"tags":[],"class_list":["post-4099","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-motz"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.michlmichl.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4099","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.michlmichl.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.michlmichl.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.michlmichl.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.michlmichl.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=4099"}],"version-history":[{"count":51,"href":"https:\/\/www.michlmichl.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4099\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":4174,"href":"https:\/\/www.michlmichl.ch\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4099\/revisions\/4174"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.michlmichl.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=4099"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.michlmichl.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=4099"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.michlmichl.ch\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=4099"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}