{"id":2002,"date":"2018-02-27T15:39:21","date_gmt":"2018-02-27T14:39:21","guid":{"rendered":"http:\/\/www.michlmichl.ch\/wordpress_2\/?p=2002"},"modified":"2018-03-27T15:13:46","modified_gmt":"2018-03-27T13:13:46","slug":"beirut","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.michlmichl.ch\/wordpress_2\/index.php\/2018\/02\/27\/beirut\/","title":{"rendered":"Beirut"},"content":{"rendered":"<h2 style=\"text-align: justify;\">Abschied vom unspektakul\u00e4ren Oman und n\u00e4chtliche Ankunft in Beirut &#8211; Die Nullen auf den Geldscheinen werden mehr und dabei sind die Scheine doch nicht viel mehr wert &#8211; Und nachts fahren sie wie die Pickten<\/h2>\n<p style=\"text-align: justify;\">BEIRUT. Nicht dass ich es unbedingt h\u00e4tte sehen wollen, dieses Beirut. Aber es ist auf meiner Liste der mittelfristig zu besuchenden St\u00e4dte und ausserdem hat es sich grad so ergeben. Muskat &#8211; Dubai &#8211; Beirut &#8211; Istanbul &#8211; Z\u00fcrich, warum sollte ich dr\u00fcber fliegen \u00fcber all die sch\u00f6nen Orte mit bestimmt auch sch\u00f6nen Restaurants und Beizen. Also runter in Beirut, lasst mich die S\u00fcsse der Levante geniessen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">An dieser Stelle sollte ich vielleicht noch anf\u00fcgen, dass ich eben erst drei Tage in Muskat verbracht habe, aber davon \u00fcberhaupt nichts schreibe. Es hat seinen einfachen Grund: In Muskat, bzw. dem St\u00fcck Fels und Sand mit den gef\u00fchlt 100&#8217;000 mehr oder weniger zuf\u00e4llig am Golf von Oman verstreuten Villen und Pal\u00e4sten ist ganz einfach nichts los. Es liegen keine Geschichten auf der Strasse, wo man nur Autos mit rundum geschlossenen schwarzen Scheiben sieht und deshalb keine Menschen. Ausser die gef\u00fchlt Millionen von M\u00e4nnern aus Bangladesh und ein paar Frauen, die die Arbeit machen, derweil die Omanis in weissen Gew\u00e4ndern in Hotellobbies sitzen und sich von ausl\u00e4ndischen Gesch\u00e4ftsleuten den Tee bezahlen lassen. Wenn sie nicht gerade mit ihrem Benz in der Gegend herumfahren (nicht wie die Pickten, das scheint im Oman recht heftig bestraft zu werden). Immerhin aber habe ich in Alt-Muskat (Mutrah) ein sch\u00f6nes Restaurant mit einer ph\u00e4nomenalen Aussicht auf die Corniche und die Yachten des Sultans gefunden und getestet.<\/p>\n<div style=\"position: relative; margin: 10px 0 30px 0; padding-bottom: 40%; height: 0; clear: both;\"><iframe loading=\"lazy\" style=\"position: absolute; top: 0; left: 40px; width: 90%; height: 100%; border: 0;\" src=\"https:\/\/www.tripline.net\/map?tripId=23100000752010138543938992BE0A13&amp;onSite=0\" width=\"640\" height=\"10\" frameborder=\"0\" allowfullscreen=\"allowfullscreen\"><span style=\"display: inline-block; width: 0px; overflow: hidden; line-height: 0;\" data-mce-type=\"bookmark\" class=\"mce_SELRES_start\">\ufeff<\/span><\/iframe><\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nun aber Beirut. Es ist kurz vor Mitternacht und der ATM (Bancomat) im Flughafen spuckt mir 100&#8217;000 Libanesische Pfund in die H\u00e4nde (ca. 60 CHF). Nat\u00fcrlich kann ich den Taxifahrer damit nicht bezahlen, da er kein Wechselgeld hat. Das ist das Seltsame an den Taxifahrern dieser Welt: Sie haben nie Wechselgeld, obwohl sie den ganzen Tag Geld einnehmen. Dabei kostet mich diese Fahrt hier 30&#8217;000 Pfund und ich halte ihm einen 50&#8217;000-Schein hin. Der Mann am Hoteldesk gibt mir auf einen 50&#8217;000ender einen 20&#8217;000ender und zwei 10$-Scheine. Aha. Grosses Rechnen, derweil wartet der Fahrer vor dem Haus, ich rechne und muss feststellen, dass die Rechnung stimmt. 20$ sind 30&#8217;000 Pfund oder 20 CHF. So geht das w\u00e4hrend meines ganzen viert\u00e4gigen Aufenthalts hier in Beirut: Der amerikansiche Dollar ist Zweitw\u00e4hrung und ich muss rechnen, rechnen, rechnen. Pfund in Dollar und umgekehrt, $ in CHF, CHF in Pfund, Pfund dividiert mit 3 multipliziert mit 2 minus drei Nullen. Dabei muss ich nebst der Rechnerei auch immer im Auge behalten, ob der Preis f\u00fcr etwas nachvollziehbar ist und ich nicht beschissen werde. Davon habe ich n\u00e4mlich den Eindruck ein paar Tage sp\u00e4ter, als ich f\u00fcr einen Cappucino (was ich sonst enad nicht trinke, aber ich hatte grad mal Lust) umgerechnet $6.50 bezahle, umgerechnet gute 6 CHF, was nat\u00fcrlich viel zu viel ist, es sei denn man w\u00e4re grad in einem Starbucks Caf\u00e9.<\/p>\n<figure id=\"attachment_2006\" aria-describedby=\"caption-attachment-2006\" style=\"width: 1600px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"http:\/\/www.michlmichl.ch\/wordpress_2\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/grippedbag_IMG_1948_nile_beirut_corniche_web.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-2006 size-full\" src=\"http:\/\/www.michlmichl.ch\/wordpress_2\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/grippedbag_IMG_1948_nile_beirut_corniche_web.jpg\" alt=\"Downtown Beirut \" width=\"1600\" height=\"957\" srcset=\"https:\/\/www.michlmichl.ch\/wordpress_2\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/grippedbag_IMG_1948_nile_beirut_corniche_web.jpg 1600w, https:\/\/www.michlmichl.ch\/wordpress_2\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/grippedbag_IMG_1948_nile_beirut_corniche_web-300x179.jpg 300w, https:\/\/www.michlmichl.ch\/wordpress_2\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/grippedbag_IMG_1948_nile_beirut_corniche_web-600x359.jpg 600w, https:\/\/www.michlmichl.ch\/wordpress_2\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/grippedbag_IMG_1948_nile_beirut_corniche_web-768x459.jpg 768w, https:\/\/www.michlmichl.ch\/wordpress_2\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/grippedbag_IMG_1948_nile_beirut_corniche_web-1024x612.jpg 1024w, https:\/\/www.michlmichl.ch\/wordpress_2\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/grippedbag_IMG_1948_nile_beirut_corniche_web-100x60.jpg 100w, https:\/\/www.michlmichl.ch\/wordpress_2\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/grippedbag_IMG_1948_nile_beirut_corniche_web-250x150.jpg 250w\" sizes=\"auto, (max-width: 1600px) 100vw, 1600px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-2006\" class=\"wp-caption-text\">Downtown Beirut &#8211; nobles Quartier an der Corniche, vorne Fl\u00fcchtlinge aus Syrien<\/figcaption><\/figure>\n<p>Das Hotel \u00abBeverly\u00bb hat einen recht g\u00fcnstigen Tagespreis und ein miserables WiFi. Vom Mittelmeer, das grad um die Ecke liegt, sehe ich nichts, da die Zimmer exakt auf die andere Seite schauen. Ausserdem f\u00fchrt vor dem Hotel die vermutlich meistbefahrendste Einbahnstrasse von Beirut vorbei. In der Nacht knallen sie hier mit Porsche&#8217;s und Ferrari&#8217;s vorbei als h\u00e4tten sie sie geklaut. Ich sp\u00fcre im Hals etwas Kratziges und meine Stimme \u00e4ndert die Tonart. Als ich am n\u00e4chsten Morgen, Montag, aufstehe, sp\u00fcre ich heftige Schmerzen beim Schlucken. Ich befinde ich mich im Vorstadium einer Grippe, was ich aber in diesem Stadium noch nicht als solches wahrnehme.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Abschied vom unspektakul\u00e4ren Oman und n\u00e4chtliche Ankunft in Beirut &#8211; Die Nullen auf den Geldscheinen werden mehr und dabei sind die Scheine doch nicht viel mehr wert &#8211; Und nachts fahren sie wie die Pickten BEIRUT. Nicht dass ich es unbedingt h\u00e4tte sehen wollen, dieses Beirut. 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