{"id":2968,"date":"2020-02-10T15:06:12","date_gmt":"2020-02-10T14:06:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.michlmichl.ch\/wordpress_2\/?p=2968"},"modified":"2020-03-24T17:32:48","modified_gmt":"2020-03-24T16:32:48","slug":"djibouti-und-die-chinesen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.michlmichl.ch\/wordpress_2\/index.php\/2020\/02\/10\/djibouti-und-die-chinesen\/","title":{"rendered":"Djibouti"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"696\" src=\"https:\/\/www.michlmichl.ch\/wordpress_2\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/travel_P1080004_djibouti_djibouti_fb-1024x696.jpg\" alt=\"djibouti\" class=\"wp-image-2985\" srcset=\"https:\/\/www.michlmichl.ch\/wordpress_2\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/travel_P1080004_djibouti_djibouti_fb-1024x696.jpg 1024w, https:\/\/www.michlmichl.ch\/wordpress_2\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/travel_P1080004_djibouti_djibouti_fb-300x204.jpg 300w, https:\/\/www.michlmichl.ch\/wordpress_2\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/travel_P1080004_djibouti_djibouti_fb-600x408.jpg 600w, https:\/\/www.michlmichl.ch\/wordpress_2\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/travel_P1080004_djibouti_djibouti_fb-768x522.jpg 768w, https:\/\/www.michlmichl.ch\/wordpress_2\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/travel_P1080004_djibouti_djibouti_fb-100x68.jpg 100w, https:\/\/www.michlmichl.ch\/wordpress_2\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/travel_P1080004_djibouti_djibouti_fb-250x170.jpg 250w, https:\/\/www.michlmichl.ch\/wordpress_2\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/travel_P1080004_djibouti_djibouti_fb.jpg 1600w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n<p class=\"has-drop-cap\" style=\"text-align: justify;\">Bis vor 25 Jahren lebten hier noch Nomaden. Die Franzosen haben daf\u00fcr gesorgt, dass aus den \u00abRumtreibern\u00bb Sesshafte wurden. Mitte des 20. Jahrhunderts lebten in dem kleinen Land (das ja erst durch die Franzosen als Kolonialherren zu einem Land mit Grenzen wurde) um die 60&#8217;000 Menschen. Danach ging es explosionsartig voran, heute sind es fast eine Million. Das hat mit der Urbanisierung (Landflucht) zu tun und nicht nur mit der Fortpflanzungsfreudigkeit der Menschen am Horn von Afrika. Djibouti liegt strategisch g\u00fcnstig und bietet Boden f\u00fcr rege Handelst\u00e4tigkeit. Der Hafen von Djibouti-Ville und die milit\u00e4rischen St\u00fctzpunkte der Amerikaner, Franzosen, Italiener, Japaner und nun auch der Chinesen bieten Arbeitspl\u00e4tze. Aber nicht alle, die in die Hauptstadt zogen, fanden hier einen Job. Offiziell ist die Arbeitslosenrate bei 60 Prozent. Die Automatisierung des Hafens sorgt nicht eben f\u00fcr neue, im Gegenteil. Und doch stiegen in den letzten 25 Jahren in Djibouti-Stadt die Einkommen, die Preise und die Lebensqualit\u00e4t, derweil das Drittel der Bev\u00f6lkerung, das noch auf dem Land lebt, von dem nicht allzuviel mitbekommt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Und nun sind auch die Chinesen da. Still und leise, bzw. von Europa und dem Rest der Welt nicht wirklich registriert, installieren sie sich, investieren sie und reissen sich Hektare um Hektare wichtigen Baugrund unter den Nagel. Djibouti soll zu einer wichtigen Drehscheibe auf der neuen Seidenstrasse, \u00abOne Road, one Belt\u00bb, werden, bzw. ist es schon l\u00e4ngst. Durch den Golf von Aden vor Djibouti f\u00e4hrt ein Drittel des globalen Handelsschiffsverkehrs. Ein Teil davon l\u00e4uft den Hafen von Djibouti an und wird hier umverteilt oder auf die Z\u00fcge und Lastwagen nach \u00c4thiopien verladen, wo mehr als 100 Mio Menschen versorgt werden wollen. Kein anderer Hafen an der K\u00fcste des Roten Meers kann diese Aufgabe erf\u00fcllen. Das kleine Djibouti ist das Tor nach Nordostafrika.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Handelstr\u00f6me brauchen sichere Wege und Umschlagepl\u00e4tze- und das bietet Djibouti. Die Regierung begr\u00fcsst und f\u00f6rdert den Handels- und Milit\u00e4rverkehr und h\u00e4lt die Hand hin. Von den Lizenzen und Pachtzinsen aus dem Hafen und der Milit\u00e4rst\u00fctzpunkte finanziert sie ihren Staatshaushalt (und vermultlich auch sich selbst). Das macht das kleine Land zum teuren Hotspot. F\u00fcr die Gutverdiendenden kein Problem, f\u00fcr die Milit\u00e4rs (ca 5% der Bev\u00f6lkerung) auch nicht. F\u00fcr die Chinesen, die grad einen neuen Hafen bauen, die neue Bahnlinie nach Addis Abeba gebaut haben und wohl noch so einiges bauen werden (Entsalzungsanlagen, Energieversorgung, vielleicht, hoffentlich, auch mal eine Kehrichtverbrennungsanlage), auch nicht, sie leben schmal und essen sowiso nur Lebensmittel das sie aus ihrer Heimat heranschaffen.<\/p>\n\n\n<iframe loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.google.com\/maps\/embed?pb=!1m18!1m12!1m3!1d34174.90371819393!2d43.13907905619992!3d11.606763647554269!2m3!1f0!2f0!3f0!3m2!1i1024!2i768!4f13.1!3m3!1m2!1s0x162300fac65328c9%3A0xbde8efa76cadf407!2sPort%20De%20Djibouti!5e1!3m2!1sde!2sch!4v1585059979555!5m2!1sde!2sch\" style=\"border:0;\" allowfullscreen=\"\" aria-hidden=\"false\" tabindex=\"0\" width=\"800\" height=\"600\" frameborder=\"0\"><\/iframe>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bis vor 25 Jahren lebten hier noch Nomaden. Die Franzosen haben daf\u00fcr gesorgt, dass aus den \u00abRumtreibern\u00bb Sesshafte wurden. 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