{"id":3011,"date":"2020-02-18T14:38:19","date_gmt":"2020-02-18T13:38:19","guid":{"rendered":"https:\/\/www.michlmichl.ch\/wordpress_2\/?p=3011"},"modified":"2020-03-25T14:55:54","modified_gmt":"2020-03-25T13:55:54","slug":"die-ethio-djibouti-railway","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.michlmichl.ch\/wordpress_2\/index.php\/2020\/02\/18\/die-ethio-djibouti-railway\/","title":{"rendered":"Die Ethio-Djibouti Railway"},"content":{"rendered":"<p class=\"has-drop-cap\" style=\"text-align: justify;\">Erst seit gut zwei Jahren gibt es die neue durchg\u00e4ngige Eisenbahn von Addis Abeba nach Djibouti-Ville. Sie f\u00fchrt \u00fcber 756 km durch die \u00e4thiopische Tiefebene an den Golf von Aden. F\u00fcr \u00c4thiopien bedeutet die neue Eisenbahn seine Nabelschnur zum Meer. Als eines der bev\u00f6lkerungsreichsten L\u00e4nder Afrikas, 105 Mio Einwohnende, hat \u00c4thiopien keinen direkten Zugang zum Meer im eigenen Land. Dabei importiert das Land fast alles aus dem Ausland. Schon 1917 wurde eine Schmalspurbahn gebaut, die 90 Jahre lang in Betrieb war, aber mangels Unterhalt bzw. Effizienz vergammelte und schliesslich eingestellt wurde.<\/p>\n\n<p style=\"text-align: justify;\">2010 erkannte \u00c4thiopien erneut die Wichtigkeit einer zweiten Landverbindung &#8211; neben der gut ausgebauten Strasse A1 &#8211; zum n\u00e4chstgelegenen Meereshafen und gab ein neues Eisenbahnprojekt in Auftrag. China schnappte sich den Auftrag und baute innert Rekordzeit das 756 km lange Trasse zwischen Lebu (Addis Abeba-S\u00fcd) und Nagad (Djibouti-Ville) f\u00fcr 3.3 Mia US$. 2016 wurde sie f\u00fcr den G\u00fcterverkehr in Betrieb genommen, 2018 f\u00fcr den Personenverkehr. Alle vier Tage f\u00e4hrt ein Zug von West nach Ost und umgekehrt. 16 Stunden dauert die Fahrt, f\u00fcr Ausl\u00e4nder kostet sie 45 US$, f\u00fcr Einheimische die H\u00e4lfte.<\/p>\n\n<p style=\"text-align: justify;\">Man muss sich gut vorbereiten auf die Fahrt. Es gibt kein Restaurant im Zug, auch nicht auf den Bahnh\u00f6fen, nicht einmal ein Getr\u00e4nkeautomat. Man wird, einmal eingestiegen, nicht mehr aus dem Zug gelassen bis zum Zielbahnhof. Man muss also Proviant f\u00fcr einen Tag mitnehmen, wobei man den schon am Tag zuvor einkaufen muss, weil es auch am Startbahnhof keinen Laden oder auch nur einen Kiosk hat. Daf\u00fcr sind die Kontrollen intensiv, die sind aber zum Schutz der Passagiere und auch um illegale Fl\u00fcchtlinge abzuhalten. Allerdings w\u00fcrde man nicht verdursten denn es gibt fliegende H\u00e4ndler, nur ein gegrilltes Steak haben die nat\u00fcrlich nicht im Angebot &#8211; daf\u00fcr aber Khat (wenn man eine Handvoll davon kaut, hat man keinen Hunger mehr).<\/p>\n\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Zug funktioniert tiptop. Er ist sogar p\u00fcnktlich, obwohl er unterwegs wegen Viehherden etliche Male anhalten muss. Das Ein- und Auschecken braucht Zeit, Kontrollen und Checks wie auf einem Flughafen. Customs, Immigration, Ticketkontrolle, Einreisevisa, eine halbe Stunde dauert das mindestens. Dass alles funktioniert, daf\u00fcr sorgen die Chinesen. Neben jeder\/m \u00e4thipischen\/djiboutischer\/n Bahnbediensteten steht ein\/e Chines*In, die ihn\/sie kontrolliert oder unterst\u00fctzt. Beim Warten &#8211; siehe Bild &#8211; braucht es diese Unterst\u00fctzung nicht. Warum zwischendurch etliche Male intensiv auf die Weiterfahrt gewartet wird, bekommt der\/die Passagier\/in nicht zu wissen. Dass dann am Zielbahnhof keine Taxiflotte wartet, ist subptimal bei mangelnder Vorbereitung. Nur &#8211; wer sollte einem das vorher sagen?<\/p>\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/edr.gov.et\/en\/\">https:\/\/edr.gov.et\/en\/<\/a><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"703\" src=\"https:\/\/www.michlmichl.ch\/wordpress_2\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/travel_IMG_3617_dschitopia_railway_lebu_fb-1024x703.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-3012\" srcset=\"https:\/\/www.michlmichl.ch\/wordpress_2\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/travel_IMG_3617_dschitopia_railway_lebu_fb-1024x703.jpg 1024w, https:\/\/www.michlmichl.ch\/wordpress_2\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/travel_IMG_3617_dschitopia_railway_lebu_fb-300x206.jpg 300w, https:\/\/www.michlmichl.ch\/wordpress_2\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/travel_IMG_3617_dschitopia_railway_lebu_fb-600x412.jpg 600w, https:\/\/www.michlmichl.ch\/wordpress_2\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/travel_IMG_3617_dschitopia_railway_lebu_fb-768x527.jpg 768w, https:\/\/www.michlmichl.ch\/wordpress_2\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/travel_IMG_3617_dschitopia_railway_lebu_fb-100x69.jpg 100w, https:\/\/www.michlmichl.ch\/wordpress_2\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/travel_IMG_3617_dschitopia_railway_lebu_fb-250x172.jpg 250w, https:\/\/www.michlmichl.ch\/wordpress_2\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/travel_IMG_3617_dschitopia_railway_lebu_fb.jpg 1600w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Erst seit gut zwei Jahren gibt es die neue durchg\u00e4ngige Eisenbahn von Addis Abeba nach Djibouti-Ville. Sie f\u00fchrt \u00fcber 756 km durch die \u00e4thiopische Tiefebene an den Golf von Aden. F\u00fcr \u00c4thiopien bedeutet die neue Eisenbahn seine Nabelschnur zum Meer. Als eines der bev\u00f6lkerungsreichsten L\u00e4nder Afrikas, 105 Mio Einwohnende, hat \u00c4thiopien keinen direkten Zugang zum<\/p>\n<div class=\"more-link\">\n             <a href=\"https:\/\/www.michlmichl.ch\/wordpress_2\/index.php\/2020\/02\/18\/die-ethio-djibouti-railway\/\" class=\"theme-btn\"><span>Weiterlesen <\/span><i class=\"bi bi-arrow-right\"><\/i><\/a>\n        <\/div>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":3012,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[67],"tags":[70,72,68,71],"class_list":["post-3011","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-djitopia","tag-djibouti","tag-ethiopia","tag-grippedbag","tag-michael-hug"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.michlmichl.ch\/wordpress_2\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3011","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.michlmichl.ch\/wordpress_2\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.michlmichl.ch\/wordpress_2\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.michlmichl.ch\/wordpress_2\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.michlmichl.ch\/wordpress_2\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=3011"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.michlmichl.ch\/wordpress_2\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3011\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":3014,"href":"https:\/\/www.michlmichl.ch\/wordpress_2\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3011\/revisions\/3014"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.michlmichl.ch\/wordpress_2\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media\/3012"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.michlmichl.ch\/wordpress_2\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=3011"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.michlmichl.ch\/wordpress_2\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=3011"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.michlmichl.ch\/wordpress_2\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=3011"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}