Pez Cotorra

Posted by michl on 04/02/2015 in trävl with Comments closed

«Pez cotorra» wird der Papa­gei­en­fisch in der Dom­Rep genannt. «Tene­mos pez cotorra» steht da und dort auf Schil­dern und Schie­fer­ta­feln in den Dör­fern der Nord­küste. Dem Lin­gu­is­ti­ker muss diese Affi­che auf­stos­sen, denn sie kann nicht stim­men: «Pez» heisst der Fisch, solange er im Was­ser ist, also lebend. Ist er gefan­gen und tot, heisst er «pescado». Dem­zu­folge müsste das Fisch­an­ge­bot «Pescado cotorra» heis­sen. Diese kleine Unauf­rich­tig­keit stört natür­lich nie­man­den, erst recht nicht weil es um eine ein­hei­mi­sche Spe­zia­li­tät geht, die der Papa­gei­en­fisch (und andere) in sei­ner ganz beson­de­ren Zube­rei­tungs­art darstellt.

«Pescado Maimón» oder eben «Pez Maimón» wird er näm­lich auch genannt. Die­ser Fisch aus Maimón, bzw. die Art der Zube­rei­tung wurde im Dörf­chen Maimón vom Wirt Jhoan erfun­den. Seit je wird Fisch in Maimón und an der gan­zen Nord­küste, ver­mut­lich auf der gan­zen Insel, im Öl frit­tiert. Jhoan war das nicht genug, er wollte dem «pescado frito» eine ganz beson­dere Note geben ... mehr: gripstrips

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Estadio Bartolo Colón

Posted by michl on 04/02/2015 in trävl with Comments closed

In den «Cor­dil­lera septen­trio­nal», den nörd­lichs­ten Kor­dil­le­ren der Domi­ni­ka­ni­schen Repu­blik, flies­sen fast alle Flüsse nach Nor­den ins Meer. In einem der Täler, die das Was­ser in den Berg gefres­sen hat, liegt das Städt­chen Alta­mira. Eine halbe Stunde Auto­fahrt sind es nach Nor­den zur Stadt Puerto Plata, eben­so­lange dau­ert die Fahrt nach San­tiago de los Cabal­le­ros im Süden. Die Strasse No. 5, die beide Städte ver­bin­det, führt wenige Kilo­me­ter süd­lich von Alta­mira durch den ein­zi­gen Tun­nel der Domi­ni­ka­ni­schen Repu­blik. Er ist nur ein Kilo­me­ter lang, ist aber ein der­art mons­trö­ses Ereig­nis, dass sich das Restau­rant am Süd­por­tal den Namen «Tunel» gege­ben hat.

Fährt man durch eben­die­sen Tun­nel nord­wärts, erblickt man schon kurz nach­dem man wie­der ans Tages­licht fährt, auf der lin­ken Tal­seite ein ziem­lich ver­lo­ren daste­hen­des Sta­dion. Das «Esta­dio de Bar­tolo Colón» wurde aus­schliess­lich zum Zwe­cke des Base­ball­spiels gebaut ... mehr: gripstrips

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Der Johann-Hölzel-Rank

Posted by michl on 04/02/2015 in trävl with Comments closed

Es gibt im inter­na­tio­na­len Ver­kehrs­netz Abschnitte, sein’s Stras­sen, Schie­nen, Luft– oder Was­ser­wege, denen der Volks­mund auf­grund ihrer bemer­kens­wer­ten Lage oder Aus­prä­gung, ihrer Benut­zung oder eines oder meh­re­rer Gescheh­nisse auf, an, unter oder neben ihm einen Namen gege­ben hat. Man denke an das «Ber­muda Drei­eck», den «Bab el Mandab» («Tor der Trä­nen»; zwi­schen Djbouti und Jemen)  oder diverse «Teu­fels­schluch­ten» in allen Aus­prä­gun­gen. Nur Insi­dern dürfte der «Bürer Stich» (zwi­schen Ober­bü­ren und Gossau/CH), die «Pan­z­er­straße» (zwi­schen Stadt­al­len­dorf und Neustadt/D) oder das «Öster­rei­cher Loch» (Abschnitt der Ski-Abfahrtsstrecke am Lauberhorn/CH) geläu­fig sein. In vie­len Fäl­len lässt sich die Bezeich­nung irgend­wie her­lei­ten, in ande­ren Fäl­len nicht (was geschah am/im «Bab el Mandab», was ist am «Roten Meer» rot?) ... mehr: gripstrips

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QM2@new york

Posted by michl on 23/12/2014 in trävl with Comments closed

Wenn man so dahin­glei­tet, sanft geschau­kelt bei mehr oder weni­ger See­gang, wenn man also so dahin­glei­tet, unten auf Deck 2 aus dem Fens­ter schaut, die Wel­len vor dem Glas höher schla­gen als man sel­ber ist, oder auf Deck 12, wo der Wind geht, dass es einem schier umhaut, wo zur herr­schen­den Wind­stärke noch die Geschin­dig­keit des Schiffs kommt, was die herr­schende Wind­stärke noch ver­stärkt, expo­nen­ti­ell schier, eben so, dass es einem umhaut, schier, aber nicht kalt ist, so 7, 8 Grad, manch­mal mehr, jeden­falls nicht kalt, viel­mehr erfri­schend, und auch gut tut, denn wenn man so gar nichts zu tun hat, bzw. nichts zu tun haben will, den gan­zen Tag, dann geniesst man es plötz­lich wie­der, sich den Wind um die Nase pfei­fen zu las­sen. Ja dann geniesst man es, für 10 Minu­ten draus­sen zu sein, in der Natur, denn Meer ist ja auch Natur, nicht nur Wäl­der und Wie­sen und Naturistenstrände ... mehr: gripstrips

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QM2@spülstation

Posted by michl on 23/12/2014 in trävl with Comments closed

Es ist ziem­lich para­dox: Da schleppt die «QM2» in ihren Kühl­kel­lern 13 Ton­nen toten Fisch über den Atlan­tik. Dabei schwimmt unter ihr ein Mehr­fa­ches davon, Ess­ba­res und Unge­niess­ba­res, quick­le­ben­dig. Zeit, die edlen Fische zu fan­gen hat natür­lich kei­ner. Obwohl der 160 Köche und der 85 Geschirr­wä­scher und –wäsche­rin­nen in den 10 Küchen und Kan­ti­nen sind. 13 Ton­nen – der eine oder andere Hum­mer für die Snobs ist da mit­ge­zählt – bedeu­ten aber auch, dass Jeder und Jede auf die­sem Schiff pro Tag 427 Gramm Mee­res­früchte zu sich nimmt, Kind und Kegel sowie Vega­ner dazu­ge­rech­net. Was die Leute wäh­rend die­ser Woche sonst noch so ver­drü­cken, gibt die Küche gerne bekannt:

50 Ton­nen Obst und Gemüse, 12 Ton­nen Fleisch aller Art, 8 Ton­nen Geflü­gel aller Art, 2 Ton­nen Käse aller Art, 20 Ton­nen Milch (oder 20‘000 Liter), 32‘400 Eier, 4 Ton­nen Mehl, 2 Ton­nen Zucker, 2 Ton­nen Reis. Der ganze Food wird jeden Tag zu 16‘000 Mahl­zei­ten ver­ar­bei­tet, ... mehr: gripstrips

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QM2@altersheim

Posted by michl on 23/12/2014 in trävl with Comments closed

Die «Queen Mary 2» erfüllt alle Klischees, die ihr nachgesagt werden: Prunkvoll, snobistisch, den alten Zeiten zugewandt, teuer. Und es ist ein schwimmendes Altersheim. Ein temporäres, schwimmendes Alterheim für Snobs und solche, die sich dafür halten. Ein Altersheim, wo auf zwei Alte ein junger Bediensteter oder eine junge Bedienstete kommt. Es ist auch ein Altersheim, in dem es alles gibt und einem nichts verweigert wird, ausser das Unmögliche. Also ein Edelaltersheim. Sie kommen mit Krücken und Rollstühlen, lassen sich ins Schiff stossen und ihr Gepäck von Portern auf die Kabine buckeln. Ein «Medical Team» schaut 24 Stunden am Tag zu ihrer Gesundheit (bzw. Krankheit) und der Zimmerservice bringt ihnen die Mahlzeiten auf Wunsch ans Bett. Alle Aufzüge sowie Kabinen- und Toilettentüren sind grosszügig gestaltet, so dass auch Elektrorollstühle à la Stephen Hawking ... mehr: gripstrips

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QM2@todd english

Posted by michl on 23/12/2014 in trävl with Comments closed

Auch wenn ich heute abend mal wirk­lich nicht hier­her wollte, ich bin trotz­dem wie­der da, im «Todd English». Wenn man etwas rich­tig Schö­nes spei­sen will auf die­sem Kahn, dann lan­det man, jeden­falls ich, immer wie­der hier. Ein Deck unter dem «Todd», Deck 7, 200 Meter wei­ter vorne, wäre das «Lotus». Ich bin heute dage­we­sen, wollte was Neues pro­bie­ren (asia­tisch), aber es machte kei­nen wirk­lich guten Ein­druck. Aus­ser­dem öff­nete es erst um Sie­ben und es war erst sechs Uhr. Dann wollte ich eine Reser­vie­rung machen um spä­ter wie­der­zu­kom­men, aber der Chef de Ser­vice meinte, man sei «fully booked». Was ich nicht recht glau­ben mochte, anbe­trachts der Tat­sa­che, dass das Gedeck 15$ kos­tet, und das «Todd» jeden abend zu 95 Pro­zent leer ist ... mehr: gripstrips

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QM2@bishop rock

Posted by michl on 23/12/2014 in trävl with Comments closed

Es gibt, wenn man auf See ist, nicht mehr viel, womit man die aktu­elle Posi­tion defi­nie­ren kann. Man kann da nicht mehr ein­fach durch­ge­ben, man sei an der Ecke Liberty Street/Broadway oder z‘Degersche in der «Rose» oder im Har­zen­moos. Auf dem Meer gibt es keine Ecken und keine Bei­zen und ganz sel­ten Flur­na­men. Da ich heute noch meine Posi­tion eini­ger­mas­sen exakt mit «Bishop Rock» ein­gren­zen kann und weil der Fel­sen von Bishop ein Begriff ist in der See­fah­re­rei, tue ich das. Ab mor­gen gibt es nur noch Koordinaten.

«Bishop Rock» ist das letzte Stück von Europa, das man sieht, wenn man nach Ame­rika fährt. Der Fel­sen von Bishop ist in der Tat nur ein Fel­sen, aber der Leucht­turm dar­auf ist ein wich­ti­ger Ori­en­tie­rungs­punkt. Kein Mensch, kein Schaf und kein Halm Gras gibt es da, ... mehr: gripstrips

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QM2@southampton

Posted by michl on 23/12/2014 in trävl with Comments closed

«Sie rei­sen leicht!» sagt der Taxi­fah­rer nach­dem ich mein Gepäck in sei­nen Kof­fer­raum gehievt habe. Ich denke: Ist das jetzt eng­li­scher Sar­kas­mus oder der Ver­such, ein Gespräch zu begin­nen? Ich sage: «Der Kof­fer ist fast 20 Kilo schwer und die Kame­ra­ta­sche 10!» Dar­auf lacht er und meint, dass alle, die hier ein­stei­gen, min­des­tens drei grosse («huge») Kof­fer bei sich haben, und wenn es ein Paar ist, dann seien es sechs. Das kann ich mir den­ken, erwi­dere ich anbe­trachts des Taxis vor uns, bei dem der Fah­rer grad am Ein­la­den von meh­re­ren Kof­fern von jenem For­mat, in denen die Leute ihre Bade­wan­nen ver­stauen, ist. Nota bene: Der Fah­rer lädt sie ein, ... mehr: gripstrips

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kamzík

Posted by michl on 03/12/2014 in trävl with Comments closed

Der Fern­seh­turm von Bra­tis­lava ist fast so ein Blaw-Knox-Geschöpf. Nur fast, denn er sieht zwar so ähn­lich aus, aber er ist nur ein Turm, der eine Menge Sen­de­ein­rich­tun­gen in und auf sich trägt und ein wenig so aus­sieht wie eine Dop­pel­py­ra­mide. Eine eben­sol­che muss man sich so vor­stel­len: Man nimmt zwei Stahl­ge­rüste, die je wie eine Pyra­mide kon­stru­iert sind. Man klebt, schweisst oder hef­tet ihre Grund­flä­chen zusam­men und zieht das Ganze aus­ein­an­der, bis die Länge (oder Höhe) des Kon­strukts die Kan­ten der Grund­flä­chen um ein Mehr­fa­ches über­steigt. ... mehr: gripstrips

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