Kategorie: Puglia20

Una settimana in puglia

Bagaglio perduto a Brindisi

FIUMICINO. Und dann stehe ich in Rom ohne Koffer da. Toll. Ich muss mir im Mercure Fiumicino eine Zahnbürste geben lassen. Am Morgen danach frage ich mich, wie ich meine Haare kämmen soll – keine Haarbürste zur Hand, der Behelfskamm aus dem Hygienenotfallset des Hotels ist völlig unbrauchbar. Wie ich riechen soll – kein Deo
Monopoli Stazione

Monopoli nur mit Bahnhof

MONOPOLI. Nein hier wird nicht gespielt. Monopoli ist echt, hat einen Bahnhof aber keine Bahnhofstrasse. Doch es hat Preise wie an der Zürcher Bahnhofstrasse. Monopoli ist etwas für Gutbetuchte. Das sagt auch Antonietta, die Concierge im B&B «AL CONSOLE» ist. Direkt am Hafen vermietet sie drei hübsche Zimmer in einem restaurierten Altstadthaus. 96€ die Nacht.

Frisches Kopfpolstervlies

CASERTA. Gedanken darüber, was man jetzt grad darf und was nicht und wie wenn doch, muss man sich nicht machen. Wo Übertragungsgefahr lauern könnte, lassen sie einem nicht hin, oder wenn doch, dann nur in einer Richtung. Vorne rein und hinten raus. Doch wo ist bei einem Eisenbahnwaggon hinten, wo vorn? Kein Problem. Bei der

Hemden nur mit Maske

POZZUOLI. «Indossare la mascherina», sagt der Verkäufer. Ich solle die Maske anziehen, nicht wegen ihm, meint der Mann, aber falls die Kontrolle auftauche. In Italien muss man derzeit in geschlossenen Räumen die Maske im Gesicht haben. So will es der Staat, der mit der Corona-Epidemie schwer geprüft worden ist, und jetzt natürlich unbedingt verhindern will,

Die Solfatara von Pozzuoli

Pozzuoli. Die Solfatara bei Pozzuoli (westlich von Neapel) ist ein sichtbar aktiver Teil der sog. «Campi flegrei» (Phlegräische Felder). Die campi flegrei sind ein Gebiet von mehreren ehemals, wahrscheinlich vor mehr als 4’000 Jahren, aktiven Vulkanen. Heute sind fast alle der damals entstandenen Krater überbaut, mit Wasser gefüllt oder von Wäldern – oder eben Feldern

Frühstück im Plastik

NAPOLI. Der Frühstückskellner im «Hotel Palazzo Firenze» in Neapel entschuldigt sich tausendmal. «Non c’é buffet», sagt er, leider kein Frühstücksbuffet, aber bei Kaffee und Säften dürfe ich mich gerne selber bedienen. Das Buffet, also der Ort, wo sonst eines ist, macht einen himmeltraurigen Eindruck. Leere Plexiglashauben, leere Rechauds, leere Früchteschalen, kein Müesli, kein Fruchtsalat. Sie

Der Vesuv bleibt unerreicht

HERCULANO SCAVI. Endlich mal den Vesuv besteigen möchte ich. Drei Mal bin ich jetzt in meinem Leben schon in Neapel gewesen, aber auf den Hausberg dieser Stadt habe ich es noch nie geschafft. Lag wahrscheinlich daran, dass man nicht mit dem Auto hinauffahren kann. Da gehen, v.a. zu Fuss und bei dieser Hitze und erst

Grausame Welt – oder Bier

PROCIDA. Eine Entscheidung, die leicht fällt. Draussen, da wartet die grausame Welt, eine Welt in Masken und Handschuhen, eine Welt die so keine mehr ist. Die Seuche lauert in jedem Kubikzentimeter Luft, an jedem Quadratzentimeter Haut, an jedem Handlauf, jeder Türklinke, jedem Menschen. CRUEL WORLD. Da nehm‘ ich doch lieber das BEER, oder noch besser,

Der tägliche Temperaturcheck

NAPOLI. In Italien ist es derzeit nicht gemütlich, wenn man aus irgendeinem Grund Fieber hat. An Flughäfen, grossen Bahnhöfen, in vielen Restaurants, beim Besteigen einer Fähre – überall wird einem die Temperatur gemessen. Draussen ist es am Nachmittag jeden Tag um die 35 Grad und man hat ständig das Gefühl, jetzt sei man selber übertemperiert.